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Gruppentherapie für Erwachsene

Neben der Einzeltherapie bieten wir auf für Kinder auch Gruppentherapien an. Dies geschieht ebenfalls auf ärztlicher Verordnung und ist eine sensomotorisch-perzeptive oder psychisch-funktionelle Behandlung und dauert zwischen 45 und 90 Minuten.

Konzentrations-und Aufmerksamkeitstraining

Das Attentioner-Programm

Das Attentioner Programm ist ein neuropsychologisches Gruppentraining, mit dem Ziel, die Aufmerksamkeitssteuerung zu steigern. Das Attentionerprogramm ist ein abgeschlossenes Trainingsprogramm und besteht aus 15 Modulen. Im Vergleich zu anderen Konzentrationsgruppen, ist das Attentioner KEIN Selbstinstruktionstraining. Die Kinder lernen innerhalb kognitiver und verhaltensbezogener Trainingsmodule, sowie sich immer wiederholenden Anforderungen, sich verschiedene Lösungs- und Verhaltensstrategien anzueignen. Begleitend gibt es Hausaufgaben mit besonders hohem Anspruch. Diese verlangen von den Kindern eigenverantwortliches Handeln ab, weil sie sich selbständig um die Erledigungen bemühen müssen. Die Komplexität des Programms bietet viele Möglichkeiten an, in einem überschaubaren Zeitrahmen die Kinder positiv in Ihren Aufmerksamkeitsleistungen zu beeinflussen, um den steigenden Anforderungen im schulischen Bereich nachzukommen.

Training mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern nach Lauth und Schlottke

Das Training mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern von Lauth und Schlottke (2002) besteht aus einem Basistraining und einem Strategietraining, die zusammen oder separat voneinander durchgeführt werden können.
Das Basistraining besteht aus insgesamt 13 Trainingseinheiten, welche die sogenannten Basisfertigkeiten (genaues Hinschauen und Zuhören sowie Wahrgenommenes möglichst exakt wiedergeben) trainieren. Im Rahmen der Trainingseinheiten werden Bildbeschreibungen durchgeführt, Geräusche identifiziert und Inhalte aus vorgelesenen Geschichten wiedergegeben. Weiterhin sollen die Kinder in weiteren Trainingseinheiten durch den Einsatz einer Stopp-Signal-Karte - die später durch verbale Selbstanweisungen ersetzt werden – lernen, Lösungen erneut zu überprüfen und sich dadurch einen weniger impulsiven Arbeitsstil aneignen.
Im Strategietraining sollen die Kinder lernen sich zu Beginn einer Aufgabe die relevanten Ziele zu vergegenwärtigen, ihr Verhalten im Voraus zu planen, durch die Anwendung von Selbstinstruktionen und der Anwendung allgemeiner Lösungsstrategien eine bessere Verhaltensperformance zu erzielen und durch den Einsatz von Selbstanweisungen mit Ablenkungen und Frustrationen besser umzugehen. Das Strategietraining ist für 8 bis 12-jährige Kinder geeignet und besteht aus insgesamt 12 Trainingseinheiten.

Marburger Konzentrationstraining

Das Marburger Konzentrationstraining (MKT) wurde von Krowatschek, Albrecht und Krowatschek entwickelt und stellt ein Gruppenprogramm für Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen dar. Das Marburger Konzentrationstraining wurde konzipiert, um Kindern mit ADS und ADHS bessere Leistungen in der Schule zu ermöglichen. Zu den Therapiezielen zählen die Aneignung eines weniger impulsiven Arbeitsstils, genaueres Arbeiten, eine erhöhte Selbstständigkeit eine verbesserte Leistungsbereitschaft und die Verbesserung der Eltern-Kind-Interaktion.
Als therapeutische Technik wird zur Verbesserung des Arbeitsstils die Methode der verbalen Selbstinstruktion trainiert. Das Marburger Konzentrationstraining i integriert in der Praxis bewährte Inhalte, die es gelungen in Form von attraktiv gestalteten Punkteplänen und anderer „therapeutischer Techniken“, wie einer Kiste mit Preisen, umsetzt. Jede Trainingseinheit für die Kinder ist nach folgendem Ablauf konzipiert: Nach einem lebhaften Spiel wird eine kurze Entspannungsübung durchgeführt. Dann werden Übungen zur Verbesserung der verbalen Selbstinstruktion bearbeitet. Im Anschluss folgen Kimspiele für eine verbesserte Sinneswahrnehmung. Zum Abschluss wird die Übung „Konzentriert geht´s wie geschmiert“ bearbeitet, durch die systematisches Arbeiten gefördert werden soll.

Soziale Interaktionsgruppe

In einer Gruppengröße von 4-6 Kindern, bekommen die Kinder die Möglichkeit, in geschützter Atmosphäre ihre sozialen Kompetenzen zu verbessern. Durch festgelegte Strukturen erfahren sie klare Regeln und Grenzen, was zu einer besseren Regelakzeptanz führt. Durch Rollenspiele und/oder kreative Tätigkeiten sowie durch die direkte Rückmeldung der Therapeuten und der anderen Teilnehmer erlernen sie u.a. eine größere Eigen-und Fremdwahrnehmung. Dies führt  zu einer besseren Impulskontrolle und Selbstregulierung. Durch positive Verstärkung erfahren sie Erfolgserlebnisse, was zu einem verbesserten Selbstbewußtsein führt. 
In der sozialen Interaktionsgruppe werden durch die interaktionelle Methode Handlungen geboten, um das Sozialverhalten zu verbessern. Die Kinder führen in der Gruppentherapie eine eigene Ergotherapie-Mappe, wo Verstärkersysteme, bekannt als Belohnungssysteme und Wochenprotokolle geführt werden. Der Transfer zum Alltag zu Hause und zur Schule nimmt eine wichtige Rolle dabei ein.  Die Wochenprotokolle/Regelpläne für zu Hause werden in der Therapie erarbeitet, besprochen. Die Eltern nehmen in Abständen mit an der Therapie teil.

NEU: Ergotherapeutisches Sozialkompetenztraining (EST)

Das ergotherapeutische Sozialkompetenztraining (EST) von Menke & Löcker ist ein manualisiertes Training für 16 Therapieeinheiten. Es wurde für Gruppen von 6 - 8 Kindern im Alter von 7-12 Jahren konzipiert, die wegen einer Störung der psychosozialen Funktionen und den daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen ergotherapeutisch behandelt werden sollen. Ziel des Trainings ist die Verbesserung der Sozialkompetenz in sehr konkreten alltagsnahen Situationen (in der Familie, Schule, Freizeit).
Die Kinder erarbeiten im EST soziale Regeln und Handlungsmöglichkeiten, erproben diese spielerisch in der Gruppe und festigen sie durch Hausaufgaben. Die Kinder bekommen im Training viele anschaulische, gut einsetzbare Materialien an die Hand, die sie auch nach Therapieende unterstützend nutzen können. Themen sind dabei z. B. Kommunikationsregeln, die Familie als Team, erkennen und benennen von Gefühlen, Umgang mit Wutausbrüchen, Bewältigung von Angst, Freundschaft, Vertrauen, Hilfe annehmen und helfen.
Folgende Indikationen können möglich sein:
  • Aggressivität im Kindergarten-/Schulalltag
  • Mangelnde Regelakzeptanz
  • Impulsives Verhalten
  • Wenig Kontakt zu Gleichaltrigen

Das erwartet Sie:

Psychomotorikgruppe

Als Psychomotorik wird im engeren Sinn das Zusammenspiel von psychisch-seelisch-emotionalem Erleben und der Motorik des Menschen verstanden.
Ernst Kiphard, der Gründer der Psychomotorik  führte motorische und sensomotorische Auffälligkeiten bei Kindern mit Lern- und Verhaltensproblemen, auf eine minimale cerebrale Dysfunktion zurück.
Die entstehenden Defizite im Bereich Wahrnehmung und Bewegung führen seiner Ansicht nach zu Sekundärstörungen wie motorischer Unruhe, Hyperaktivität, emotionaler Labilität, gehemmtem und ängstlichem Verhalten, Motivations-Mangel, sowie zu Störungen in Ausdauer und Konzentration. Auch wird die Fähigkeit zu einer angemessenen Steuerung des eigenen Verhaltens im Allgemeinen dadurch beeinträchtigt.
In Laufe der Jahre entwickelte sich die Psychomotorik immer weiter. Unter Berücksichtigung ähnlichen Theorien, wie z.B. der Sensorischen Integrationstherapie nach Jean Ayres bieten wir in unserer Praxis eine psychomotorische Gruppe an.

Aufbau der Gruppe:
Begrüßung/Einleitungsphase: Mit einem immer wieder kehrenden Ritual werden die Kinder auf die kommende Stunde eingestimmt.
Einleitungsphase: Um den meist großen Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden, beginnt für die Gruppe die Stunde mit einem Bewegungsspiel.
Hauptphase: Die Kinder beschäftigen sich mit gemeinsam aufgebauten Spielgeräten. Dabei trainieren sie, sich mit anderen Kinder abzusprechen, zu planen und sich mit Schwierigkeiten in einer Gruppe auseinander zu setzen. Hier erfahren die Kinder einzeln oder in der Gruppe Erfolgserlebnisse, die sie in ihrer weiteren Entwicklung unterstützen.
Abschlussphase: Mit einem Abschlussspiel werden die Kinder von ihrem emotionsgeladenen Tun in die »Wirklichkeit« zurückgeholt.
Verabschiedung: Mit einem Schlussritual werden die Kinder verabschiedet.

NEU: Koordinationsgruppe für Erwachsene

Die Koordinationsgruppe richtet sich an Erwachsene mit Defiziten im Gleichgewicht, Schmerzen, Arthrose, div. Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates.

Inhalte und Zielsetzung (je nach Beschwerden und Problemstellungen der Patienten) der Gruppe sind unter anderem:
  • Aufbau, Kräftigung und Erhalt physiologischer Funktionen
  • Verbesserung der Grob- und Feinmotorik
  • Verbesserung der Koordination (obere und untere Körperhälfte)
  • Verbesserung der Gleichgewichtsregulation sowie Körperwahrnehmung (posturale Kontrolle)
  • Verbesserung und Umgang mit Sturzgefahren (rückenschonender Alltag)
  • Erlernen eines Eigenübungsprogrammes
  • Vorstellen und Erproben von Hilfsmitteln

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf.
Wir freuen uns auf Sie!

Kontakt

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