Ergotherapie in der Psychiatrie

Fällt es Ihnen schwer morgens aufzustehen, Termine wahrzunehmen oder sich an Strukturen zu halten ? Möchten Sie Ihre Lebensqualität verbessern, weil Sie unter Angst- oder Panikstörungen leiden oder Sie sich bestimmte Dinge einfach nicht zutrauen ? Möchten Sie Ihre Perspektive verändern und neue Denkanstöße in ihren Gedankengängen zulassen? Haben Sie Schwierigkeiten in der Kontaktaufnahme oder im Umgang mit anderen Menschen? Können Sie aufgrund von Krankheit oder Behinderung aktuell nicht am Berufsleben teilnehmen?

Dann können wir mit der Kombination von Behandlungsansätzen, wie z.B. aus dem handwerklichen, gesprächstherapeutischen, sozioemotionalen Bereich oder durch das Gruppentraining sozialer Kompetenzen (GSK) Ihre Ressourcen aktivieren, die Bewältigung des Alltags erleichtern und die Rückkehr an den Arbeitsplatz anbahnen.

Ergotherapie in der Psychiatrie bietet Menschen aller Altersstufen die Möglichkeit, ihre eigenen Potenziale (wieder) zu entdecken und durch die Erkrankung verloren gegangene Fähigkeiten wiederzuerlangen. Wir behandeln Patienten aller Altersstufen mit psychotischen, neurotischen und psychosomatischen Störungen sowie Suchterkrankungen.

Für eine erfolgreiche Therapie beraten wir Sie und Ihre Angehörigen auch gern über unsere Präventionsmaßnahme Autogenes Training und sehen unsere Arbeit erst dann als gelungen an, wenn Sie zufrieden die Ergotherapie beendet haben.

Wir haben Ihr Interesse geweckt? Dann lassen Sie sich von Ihrem Facharzt beraten und informieren Sie sich gerne weiter zu diesem Thema im nachfolgenden Abschnitt …

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Wir behandeln Patienten aus den Diagnosegruppen

PS 2 bis PS 4

Neurotische Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, Schizophrenie, psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Subtanzen, mit den Funktionsstörungen (z.B. Belastungsstörungen, affektive Störungen, wahnhafte Störungen, Abhängigkeitssyndrom):

  1. der emotionalen und Willensfunktionen
  2. der Anpassungs- und Verhaltensmuster
  3. des Denkens/der Denkinhalte, kognitiven Funktionen
  4. der Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung
  5. der emotionalen und Willensfunktionen
  6. des Antriebs und des Willens
  7. im Realitätsbewusstsein und in der Selbsteinschätzung

Behandlungsziele

  • Selbstständigkeit in den Betätigungen des alltäglichen Lebens, wie z.B. Selbstversorgung, Produktivität, Freizeit
  • Verbesserung des situationsgerechten Verhaltens im Hinblick auf die individuelle Lebenssituation
  • Verbesserung der Beziehungsfähigkeit, auch der sozio-emotionalen Kompetenzen und Interaktionsfähigkeiten
  • Verbesserung der Belastungsfähigkeit und der Ausdauer
  • Steigerung der Wahrnehmung und Reflexionsfähigkeit
  • Wesentliches Ziel der ambulanten Ergotherapie ist die eigenaktive Tagesstrukturierung

Therapiemethoden

  • kompetenzzentrierte Methode, zum Erlernen von Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • interaktionelle Methode als Gruppentherapie 4-6 Teilnehmer oder Parallelbehandlung mit zwei Patienten
  • ausdruckszentrierte Methode, mittels kreativer, gestalterischer Techniken ermöglicht es den Zugang zum eigenen Gefühlsleben
  • Neuropsychologische Methode – dient der Verbseerung kognitiver Fähigkeiten, wie Konzentration, Aufmerksamkeit und Ausdauer
  • Alltags- und lebensweltorientierte Methode – orientiert sich an die Alltagsziele im Bereich der Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit/soziales Leben
  • Belastungserprobung in Bezug auf die Arbeitsfähigkeiten, z.B. als Vorbereitung für eine Wiedereingliederung ins Berufsleben
  • Neurolinguistische Programmieren (NLP) – eine lösungs- und zukunftsorientierte Methode
  • Ansätze nach der Systemischen Therapie (mit Aufstellungs- Symbolarbeiten)
  • Sensorische Integrationstherapie bei Schizophrenie, z.B. als ambulante Nachbehandlung

Arbeitstherapie

Bei Menschen, die aufgrund einer psychischen, geistigen oder körperlichen Erkrankung in ihren Arbeitsfähigkeiten und -fertigkeiten beeinträchtigt sind, so dass sie einer beruflichen Tätigkeit nicht oder nur sehr eingeschränkt nachgehen können, werden arbeitstherapeutische Behandlungsverahren angewendet.

Es ist die Aufgabe des Ergotherapeuten, die Arbeitsfähigkeit des Patienten zu erreichen. Dazu schafft er die entsprechenden Rahmenbedingungen, Übungsbereiche und entwickelt Förderprogramme zur Verbesserung und Wiederherstellung von:

  1. Grundarbeitsfähigkeiten wie Ausdauer, Konzentration, Tages- und Zeitstrukturierung
  2. Sozialen Fähigkeiten wie Kontakt-, Durchsetzungs- und Anpassungsfähigkeit
  3. Affektiven Leistungen, z.B. Selbstvertrauen, Entscheidungsfähigkeit
  4. Motorische Fertigkeiten wie Feinmotorik und Geschicklichkeit zur Wiedergewinnung der berufs- und arbeitsplatzspezifischen Fähigkeiten
  5. Körperliche Belastbarkeit
  6. Instrumentellen und individuellen Kompetenzen (z.B. Rechnen, Schreiben, Organisieren)
  7. Alltagskompetenzen